Pressefotos: “zerbrochener krug” hochauflösend

Die Sommerpause ist nun vorbei und wir freuen uns auf die neue Spielzeit! Einige unterhaltsame und kurzweilige Theaterstücke erwarten uns.

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Szenenfoto: “Der zerbrochene Krug”

Der zerbrochene Krug

Den Anfang macht das Lustspiel von Heinrich von Kleist am Donnerstag, den 24.09.2015.
Abendkasse/Einlass ab 19:30 Uhr. Der Vorverkauf beginnt am 31.08.2015. 

„Gestrauchelt bin ich hier; denn jeder trägt den leid’gen Stein zum Anstoß in sich selbst.“

Adam in „Der zerbrochene Krug“. (Kleist)

Der Dorfrichter Adam befindet sich in einer denkbar schlechten Verfassung: Sein Gesicht und seine Beine weisen Verletzungen auf, außerdem ist er auf der Suche nach seiner Perücke und zu alledem steht auch noch sein Schreiber Licht, in aller Herrgottsfrühe in seiner Stube, um die überraschende Visite des Gerichtsrates Walter aus Utrecht anzukündigen.

Keine sehr angenehme Situation für den Dorfrichter. Während Adam gegenüber Licht und Walter immer neue Erklärungen und Ausreden vorbringt, treffen die Prozessbeteiligten ein: Marthe Rull klagt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve an, letzte Nacht in Eves Kammer einen kostbaren Krug zerschlagen zu haben. Rupert dagegen behauptet, er habe einen anderen Mann im Zimmer seiner Braut überrascht und dieser habe auf der Flucht vor ihm den Krug vom Sims gestoßen.

Adam stellt nun mit Schrecken fest, dass er über sich selbst zu Gericht sitzt und sich auf dünnem Eis bewegen muss, damit die ganze Geschichte nicht auffliegt. Also versucht er, den Verdacht von sich zu lenken und mit Speisen und Getränken den Gerichtsrat Walter auf seine Seite zu ziehen. Doch als die Muhme im Gerichtssaal erscheint, bringt sie die Perücke des Richters mit, die im Spalier von Marthe hing und will auch noch im Schnee Fußspuren entdeckt haben, die zum Haus des Richters führen…

„Der zerbrochene Krug“ gehört zu den besten deutschen Lustspielen und erfreut sich bis heute an großer Beliebtheit beim Publikum. Kleist hat einfach ein gutgebautes Enthüllungsschauspiel um einen Richter geschrieben, der zugleich der gesuchte Schuldige ist und genau daran liegt der Reiz des Stückes. Eben tragisch und komisch zugleich mit wunderbaren Wort- und Sprachspielen.

Tickets bekommen Sie im Kulturamt im Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Verwaltungsgebäude des Glasmuseums Rheinbach, erste Etage (zugänglich auch über die Polligsstraße neben dem Stadtarchiv).  Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr. Telefonische Reservierung über 02226-917502 oder per Email oder über Bonnticket. Beachten Sie bitte, dass bei der Buchung über Bonnticket Buchungsgebühren anfallen.

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Veröffentlicht von Regine Prause

"...Theater wird erst wirklich, wenn das Publikum innerlich mitspielt..." Hermann Bahr (1863–1934) ~ Schriftsteller, Dramatiker und Theaterkritiker.

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