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Die Feuerzangenbowle

Komödie von Heinrich Spoerl

Freitag, 28.09.2018, 20:00 Uhr Online Tickets bei Bonnticket.de <hier>

VVK ab Dienstag, 04.09.2018 im Museumsshop*

“Eine Feuerzangenbowle hat es in sich. Nicht wegen des Katers. Das ist eine Sache für sich. Eine Feuerzangenbowle ist keine Bowle. Sie ist ein Mittelding zwischen Gesöff und Hexerei. Bier sackt in die Beine, Wein legt sich auf die Zunge, Schnaps kriecht ins Gehirn. Eine Feuerzangenbowle aber geht ans Gemüt. Weich und warm hüllt sie die Seele ein, nimmt die Erdenschwere hinweg und löst alles auf in Dunst und Nebel.”

Der Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer kennt weder Penne noch Pauker. Er besitzt keine Erinnerungen an die gute alte Schulzeit, wie sie in der angeheiterten Herrenrunde bei einer Feuerzangenbowle zum Besten gegeben werden. Aber die Gymnasiasten Zeit sei doch “das Schönste im Leben”, ohne sie wäre man “überhaupt kein Mensch, sozusagen”, wird Doktor Pfeiffer bedauernd entgegengebracht.

Aus dieser beschwipsten Geselligkeit heraus entspringt eine echte Schnapsidee: Doktor Pfeiffer soll das Versäumte nachholen und in der Oberprima von Babenberg noch einmal die Schulbank drücken. Also verwandelt sich der junge, mondäne Erfolgsautor in den Oberprimaner Hans Pfeiffer – mit drei “F”, der mit allerlei Streichen das beschauliche Gymnasium gehörig auf den Kopf stellen soll.

Bevor Pfeiffer allerdings in den Genuss von Professor Kreis selbstgebrauten Heidelbeerwein, von dem jeder “nor einen wönzigen Schlock” bekommen darf, kommt, muss er beim Bömmel lernen, was es mit einer “Dampfmaschin” auf sich hat.

Bei der verzwickten Völkerwanderung der Ost- und Westgoten hingegen leuchtet er gerne seinem Schulkameraden mit Hilfe eines kleinen Spiegels den Weg auf der riesigen Landkarte, und bewahrt ihn auf diese Weise vor allzu schlechten Zensuren.

Schnell wird er zum Klassen Liebling seiner pubertierenden Schulkameraden und verliebt sich zudem ausgerechnet in Eva, die hübsche Tochter des Herrn Direktors. Die Verfilmung der Feuerzangenbowle aus dem Jahr 1944 mit Heinz Rühmann ist längst zu einem Kultfilm, auch für die jüngeren Generationen, geworden.

Diese wunderbare Nostalgie Komödie bewährt sich ebenfalls auf den deutschsprachigen Theaterbühnen und erfreut sich größter Beliebtheit.

Inszenierung: Jan Bodinus
Ausstattung: Horst Neumann

Personen:
Dr. Johannes Pfeiffer: David Kowohl
Prof. Crey: Manfred Molitoris
Prof. Brömmer: Peter Nüesch
Direktor Knauer: Helmut Büchel
Rudi Knebel: Leo Kamphausen
Ackermann: Nicolas Scholz
Rosen: Simon Rheingauer
Marion: Michele Wiesemes
Frau Winterscheidt: Ursula Michelis

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